Was ist die SEPA-Firmenlastschrift (SDD B2B)?
Die SEPA-Firmenlastschrift (SDD B2B) ist ein eigenständiges Lastschriftverfahren ausschließlich zwischen Unternehmen, mit bankseitiger Mandatsprüfung vor jeder Abbuchung und ohne das bedingungslose Erstattungsrecht von SDD Core.
| Verfahren | SDD B2B |
|---|---|
| Zahler | ausschließlich Unternehmen |
| Bedingungsloses Erstattungsrecht | nicht vorgesehen |
Die SEPA-Firmenlastschrift (SEPA Direct Debit Business-to-Business, kurz SDD B2B) ist ein eigenständiges, im gleichnamigen EPC-Rulebook geregeltes Lastschriftverfahren. Sie ist – anders als SDD Core – ausschließlich für Zahlungen zwischen Unternehmen vorgesehen; ein Verbraucher kann als Zahler nicht über SDD B2B belastet werden.
Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist die verpflichtende Mandatsprüfung durch die Bank des Zahlers vor jeder einzelnen Abbuchung – die zahlende Bank muss das zugrunde liegende Mandat gegenprüfen, bevor sie die Lastschrift ausführt.
Damit einher geht der wichtigste rechtliche Unterschied zu SDD Core: Für SDD-B2B-Lastschriften besteht kein bedingungsloses, achtwöchiges Erstattungsrecht des Zahlers nach Art. 5 Abs. 3 Buchst. d der Verordnung (EU) Nr. 260/2012 – dieses Recht ist ausdrücklich auf SDD Core beschränkt. Details zur genauen Ausgestaltung einer konkreten SDD-B2B-Vereinbarung sind stets dem jeweiligen Mandat und der kontoführenden Bank zu entnehmen.
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Häufige Fragen
Nein. SDD B2B ist ausschließlich für Zahlungen zwischen Unternehmen vorgesehen.
Nein. Dieses bedingungslose Erstattungsrecht ist ausdrücklich auf SDD Core beschränkt.
Quellen
Verordnung (EU) Nr. 260/2012 (SEPA-Verordnung), EUR-Lex. European Payments Council (EPC), SEPA-Rulebooks (Scheme-Regelwerk, jeweils gültige Fassung beim EPC).