Warum ist eine IBAN anders zu bewerten als Kartendaten?
IBAN und Kartendaten (Kartennummer, Ablaufdatum, Prüfnummer) folgen unterschiedlichen Sicherheitslogiken: Kartendaten allein können in bestimmten Zahlprozessen zur Zahlungsauslösung genügen, eine IBAN allein reicht dafür nicht aus.
IBAN und Kartendaten (Kartennummer, Ablaufdatum, Kartenprüfnummer) werden in unterschiedlichen Zahlungssystemen verwendet und folgen dabei unterschiedlichen Sicherheitslogiken. Bei bestimmten kartenbasierten Zahlungsprozessen können die reinen Kartendaten – abhängig vom jeweiligen Verfahren und Akzeptanzpunkt – bereits ausreichen, um eine Zahlung auszulösen.
Für eine SEPA-Lastschrift vom Konto zu einer IBAN ist demgegenüber zusätzlich ein gültiges Mandat erforderlich (siehe der eigene SEPA-Ratgeber „Was ist ein SEPA-Lastschriftmandat?"), und für eine Überweisung vom betreffenden Konto eine eigenständige Handlung des Kontoinhabers. Die bloße Kenntnis der IBAN allein reicht für keinen dieser beiden Vorgänge aus (siehe der eigene Ratgeber „Ist es riskant, meine IBAN öffentlich zu teilen?").
Diese unterschiedliche Risikologik rechtfertigt einen unterschiedlichen Umgang: Kartendaten – insbesondere die Kartenprüfnummer – sollten grundsätzlich vertraulich behandelt werden, während für die IBAN ein weniger strenger, aber weiterhin bewusster Umgang angemessen ist.
Passende Tools
- IBAN-Rechner – Kostenloser IBAN-Rechner: IBAN prüfen, aus BLZ und Kontonummer berechnen, Bank per BIC-Suche finden.
Häufige Fragen
Die Risikologik unterscheidet sich: Kartendaten können in bestimmten Verfahren allein zur Zahlungsauslösung genügen, eine IBAN allein nicht. Ein bewusster Umgang mit der IBAN bleibt dennoch sinnvoll.
Quellen
Allgemeine Einordnung, keine Primärquelle im Rechtssinne.